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WAS IST EINe iSangoma/iNyanga?

WANN und WARUM geht man zu einem iSangoma/iNyanga? Und WAS geschieht bei so einer Sitzung?

 

Als iSangoma oder iNyanga bezeichnet man Schamanen, Seher, spirituelle Begleiter, Heiler, sowie Medizinmänner- und Frauen. Grundlegend kümmern sie sich um die ganzheitliche Gesundheit der Dorfgemeinschaft und ihrer Bewohner. Sie sind Friedenstifter auf allen Ebenen und Mittler zwischen dem Einzelnen, der Gemeinschaft, und den nicht-sichtbaren Ebenen unserer Wirklichkeit. Dabei geht es immer darum, sowohl den Einzelnen als auch das soziale Gefüge in Balance/Ausgleich zu halten.

 

In Südafrika ist es immer noch ihre ganz besondere Aufgabe, den Seelen der verstorbenen Stammesmitglieder und Heiler gehör zu verschaffen, die ihre Kinder und Kindeskinder auch lange Zeit (viele Generationen) nach ihrem Tod noch begleiten und unterstützen. Das ist für uns Europäer ein sehr abstrakter Gedanke, denn unsere Art zu Trauern bedeutet meist, mit dem Verlust eines geliebten Menschen abzuschließen. Mit dem körperlichen Tod sind sie für uns "weg". In nativen, animistischen Kulturen pflegt man jedoch die Verbindung zu den Vorfahren und Ahnen (bzw. zu ihrem "ena" = Geistwesen) weiterhin, und bedient sich ihrer Fähigkeiten und ihrer sprichwörtlich "grenzenlosen Einsicht", da sie ins besondere jene Dimensionen umfasst, die wir nicht über unsere Sinne erfassen können.

 

iSangoma oder iNyanga kann man nicht werden wollen. Es ist kein Beruf, den man erlernen kann. Man wird sozusagen dazu geboren. Den Ruf zum Medizinmann/Medizinfrau nennt man in isiZulu "Ubizo", welcher sich meist durch eine schwere Erkrankung und einer unübersehbaren Symptomatik zum Ausdruck bringt. Heiler durchlaufen eine mehrmonatige bis oft mehrjährige Lehrzeit (epehlwheni), in welcher Sie ihre Gabe kultivieren müssen, und in welcher sie eine ganze Reihe an Initiationsriten (inthwaso) durchlaufen müssen, um vor erfahrenen Ältesten unter Beweiss zu stellen, dass sie ihrer Gabe mächtig geworden sind. Wird diese Gabe kultiviert und geschult, entwickelt sie sich zu einem sehr wertvollen Instrument für die Gemeinschaft.  Auch in unserer Kultur gibt es Menschen mit so einer Gabe. Nur erkennt man sie nicht als solche, denn in unserer Kultur ist das Wissen um solche Initiationsriten mit dem Einzug des Christentums verloren gegangen.

 

Ein/e INYANGA - ein Medizinmann oder eine Medizinfrau  - findet mit Hilfe ihrer geistigen Helfer die "Medizin" für die jeweilige Situation. iNyanga sind vor allem für ihre Arbeit mit den Seelenwesen der Heilpflanzen und die Kenntnisse ihrer umfassenden Heilwirkungen und Anwendungen bekannt. Doch die richtige Medizin kann sprichwörtlich ALLES sein. Manchmal ist die Medizin einfach nur die Wesenheit oder ein Bestandteile einer Pflanze, die man sich in der Apotheke kauft oder in der Natur sammelt. Manchmal sind es Worte der Klarheit und der Anerkennung, oder eine sorgfältig geplante Tat, damit etwas begonnen oder zu Ende gebracht werden kann. Zu Trauern kann Medizin sein, und die Anteilnahme, die einem dabei zu Teil wird. Berührung kann Medizin sein, um eine innere Anspannung zu lösen. Medizin ist all das, was den entsprechenden Ausgleich bringt, und damit wieder Ordnung schafft und zurück zur ursprünglichen Natur der Dinge führt.

 

***

 

Meist kommen die Menschen zu mir, wenn sie herausfinden wollen, warum ein bestimmtes Problem oder eine Erkrankung ihr Leben erschwert, welche meist auf herkömliche Weise (Psychotherapie, Medizin) nicht zu bewältigen sind. Meist handelt es sich dabei um Probleme, die schon seit langer Zeit in der Familie liegen (sogenannte Ahnen-bezogenen Themen). Manchmal stehen Menschen auch an einer Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt, oder benötigen Unterstützung dabei, einen wichtigen Schritt in ihrem Leben zu wagen, und wissen nicht, ob das wirklich der richtige Schritt ist, der auf lange Sicht ihrer Bestimmung dienlich ist.

 

Eines meiner wichtigsten Arbeitsfelder ist die Begleitung von Menschen, die ihre wahre Gabe entdecken und kultivieren wollen, um endlich ihren Platz im Leben zu finden.

 

***

 

Wenn man zu mir kommt, sitzt man erst einmal in meinem Wohnzimmer, bei Tee/Kaffee und Keksen. Ich nehme mir Zeit und höre dir zu, was du von dir erzählen möchtest. 

 

Danach lasse ich meine Ahnen und spirituellen Helfer zu Wort kommen bzw. arbeiten. Die haben meist einen sehr viel besseren Einblick als wir, und können noch klarer erkennen, wo der Ursprung der Dynamik/des Problems/der Erkrankung liegt. Das geschieht manchmal ganz offenslichtlich, weil sie sich zu Wort melden, und ich leihe ihnen dafür meinen Körper und meine Stimme. Das kann manchmal etwas laut werden, aber man braucht sich wirklich nicht zu fürchten. Es sind rein unterstützende Wesen, die nur zur Lösungsfindung agieren. Ich erkläre danach genau, was geschehen ist, und welcher Rat zur Lösung des Problems erteilt wurde. 

 

Manchmal braucht es subtilere Mittel und ich benutze dafür verschiedene traditionelle Utensilien zur Lösungsfindung, wie z.B. Ukuhlola (Knochen).

 

Am Ende kommen wir zu einer Einsicht, ob und wie eine Lösung der Situation herbei geführt werden kann, oder was es braucht, um wieder zu sich selbst zu finden und Heilung zu erfahren. Heilung bedeutet, wieder ganz zum eigenen 0-Punkt zurück zu finden und den Ausgleich herzugstellen, den die gegebene Situation einfordert. Diese Arbeit bindet immer das soziale Umfeld mit ein, in dem man sich befindet. 

 

Meist geht man mit einer Aufgabe wieder nach Hause. Eine Arbeit, die man an sich selbst zu erledigen hat, um wieder zu diesem Ausgleich zu finden. Ich begleite dich über die folgenden Tage dabei, diese Arbeit für dich positiv und gut begleitet zu bewältigen. Manchmal braucht es ein paar Tage intensivere Begleitung. Manchmal braucht es nur ein Ritual, um etwas abzuschließen oder neue Möglichkeiten zu eröffnen, dann vereinbaren wir dafür einen geeigneten Zeitpunkt. Der Besuch bei mir ist auf jeden Fall eine eher unvergesssliche Angelegenheit, und ganz sicherlich eine lebensverändernde, denn sie verändert oftmals den Blick auf unsere sogenannte "Realität" ein wenig;)

 

Ich widme mich immer nur 2-3 Menschen zur selben Zeit, bis diese ihre Heilarbeit beendet haben. Daher kommt es manchmal zu Wartezeiten von ein paar Tagen.

 

Für eine Terminvereinbarung, sende mir bitte eine SMS oder Whatsapp an die Telefonnummer +43 676 5562907, mit deinem Namen und der Bitte um eine Konsultation. Ich rufe dich dann zurück. Vorgespräche gerne über Whatsapp, Sitzungen halte ich aber nur face-to-face, also in Form einer persönlichen Begegnung ab.

 

Mit der Terminvereinbarung stelle ich eine Anzahlung von €90,- in Rechnung. Nach der Konsultation und allen erfolgten Behandlungen, erfolgt eine Endabrechnung. Der Restbetrag wird in monatlichen Raten zu je 30,-/50,- beglichen. So wird meine Begleitung auf jenden Fall leistbar. Man bezahlt einfach so lange ab, bis der Aufwand ausgeglichen ist. Gerne kann ein Teilbetrag auch in Naturalien beglichen werden.

 

Gerne vermittle ich auch ein günstiges Quartier in der Umgebung, falls eine An- und Abreise aus Distanzgründen am selben Tag nicht möglich ist. 

 

Eine/n Sangoma bzw. iNyanga begrüßt man gewöhnlich mit "Thokoza". Das richtet sich direkt an die Ahnen, nicht an mich persönlich, und bedeutet soviel wie: "Ich achte dich und die, die mit dir sind". Und man schüttelt nicht die Hände, sondern klatscht. Das kommt uns in Corona-Zeiten zu Gute, und meine afrikanischen Spirits fühlen sich sehr geehrt. Dann sind sie ganz besonders freundlich gesonnen ;)

 

Thokoza ?? ????

Isabella

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ps. mein afrikanischer Name ist übrigens "Gogo Nomoya". Das bedeutet "Großmutter starker Wind". Wir Sangoma erhalten immer den Namen des Ahnen oder des helfenden Spirits, der durch uns arbeitet, oder wodurch er sich zeigt und besonders hervor hebt. Die meisten anderen Sangoma nennen mich einfach "Gogo".

 

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